Hebamme nach der Geburt: Leistungen, Rechte & wie du sie findest
Jun 28, 2026
Hebamme nach der Geburt: Leistungen, Rechte und wie du die Richtige findest
Die Hebamme ist nach der Geburt eine der wichtigsten Begleitpersonen – und das auf Kosten der Krankenkasse. Was dir zusteht, welche Leistungen sie übernimmt und wie du frühzeitig eine Hebamme findest.
Was macht die Hebamme nach der Geburt?
In den ersten Wochen nach der Geburt übernimmt die Nachsorge-Hebamme eine Vielzahl wichtiger Aufgaben:
- Wundkontrolle: Kontrolle von Dämmrissen, Episiotomie-Nähten oder Kaiserschnittwunde
- Stillbegleitung: Unterstützung beim Anlegen, Erkennen von Milchstau oder Mastitis
- Wochenbett-Kontrolle: Rückbildung, Wochenfluss, allgemeines Wohlbefinden
- Baby-Kontrolle: Gewicht, Nabel, Ikterus (Gelbsucht), Reflexe
- Emotionale Unterstützung: Baby Blues, Überforderung, Beratung
- Hauswirtschaftliche Hilfe: In bestimmten Fällen möglich
Was zahlt die Krankenkasse?
Die gesetzliche Krankenversicherung übernimmt Hebammenleistungen nach der Geburt gesetzlich verankert:
- Bis zu 10 Hausbesuche in den ersten 10 Tagen nach der Geburt
- Danach bis zur 12. Woche nach Bedarf, bei medizinischer Indikation bis zur 16. Woche
- Bei Stillen: bis zum Ende des 9. Monats nach der Geburt Beratung möglich
Du brauchst keine Überweisung vom Arzt – du kannst die Hebamme direkt beauftragen. Die Abrechnung läuft direkt mit der Krankenkasse.
Wie findest du eine Hebamme?
Hebammen sind knapp – deshalb so früh wie möglich suchen, am besten ab der 20. Schwangerschaftswoche.
- Hebammensuche: hebammensuche.de
- Deutscher Hebammenverband: hebammenverband.de
- Empfehlungen: Geburtsvorbereitungskurs, Frauenarzt, Geburtsklinik
- Lokale Hebammenpools: In vielen Städten gibt es Poolsysteme mit geteilten Kapazitäten
Was wenn du keine Hebamme findest?
Leider Realität für viele Familien. Alternativen:
- Geburtsklinik nach einer Hebamme fragen
- Online-Hebammenberatung – viele Leistungen auch per Videocall abrechenbar
- Stillberaterin (IBCLC) für spezifische Stillfragen – mehr in Stillberatung: Wann sinnvoll
Hebamme und Softlaser: eine gute Kombination
Viele Hebammen empfehlen die Low-Level-Lasertherapie ergänzend – besonders bei wunden Brustwarzen, Milchstau oder Geburtsverletzungen. Der BioLas® 6 Softlaser kann zwischen den Hebammenbesuchen zu Hause angewendet werden.
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Fazit
Die Hebamme ist nach der Geburt ein unverzichtbarer Bestandteil der Versorgung – und vollständig von der Krankenkasse übernommen. Früh suchen, Anspruch kennen, und bei Stillproblemen zusätzlich eine Stillberaterin hinzuziehen.