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Mastitis beim Stillen: Symptome & richtig handeln

Mastitis – die Brustentzündung – gehört zu den ernst zu nehmenden Komplikationen der Stillzeit. Anders als ein einfacher Milchstau geht sie oft mit Fieber, starken Schmerzen und einem allgemeinen Krankheitsgefühl einher. Hier erfährst du, wie du eine Mastitis erkennst, was du selbst tun kannst – und wann du ärztliche Hilfe brauchst.

Was ist Mastitis?

Mastitis ist eine Entzündung des Brustgewebes. Sie kann sich aus einem Milchstau entwickeln; kommen Bakterien hinzu, spricht man von einer infektiösen Mastitis. Sie tritt typischerweise in den ersten Stillwochen auf, ist aber jederzeit möglich.

Symptome einer Mastitis

  • Fieber über 38,5 °C
  • Rötung, Wärme und Schwellung in einem bestimmten Brustbereich
  • Starke, oft stechende Schmerzen in der betroffenen Brust
  • Allgemeines Krankheitsgefühl, Müdigkeit, Gliederschmerzen – ähnlich einer Grippe
  • Eine Verhärtung im betroffenen Bereich

Wichtig: Fieber über 38,5 °C zusammen mit Brustschmerzen gehört immer ärztlich abgeklärt.

Mastitis oder Milchstau?

Merkmal Milchstau Mastitis
Fieber Selten, meist unter 38,5 °C Häufig über 38,5 °C
Allgemeinbefinden Gut bis leicht eingeschränkt Deutlich beeinträchtigt
Verlauf Bessert sich meist in 24–48 Stunden Bessert sich ohne Behandlung nicht

Die Abgrenzung ist im Alltag nicht immer eindeutig – im Zweifel gilt: abklären lassen.

Was kannst du selbst tun?

Weiterstillen

Das Stillen an der betroffenen Brust ist die wichtigste Maßnahme. Die Milch ist für dein Baby unbedenklich, und regelmäßiges Entleeren unterstützt die Erholung.

Ruhe und Flüssigkeit

Mastitis erschöpft. Leg dich hin, trink ausreichend und gib Alltagsaufgaben ab, wo es geht.

Kühlen statt kräftig massieren

Kühlende Auflagen nach dem Stillen lindern Schmerz und Schwellung. Von kräftigem Kneten oder Ausstreichen wird bei Mastitis abgeraten – das reizt das entzündete Gewebe zusätzlich. Wie du dabei genau vorgehst, besprich mit deiner Hebamme.

Schmerzmittel

Es gibt entzündungshemmende Schmerzmittel, die in der Stillzeit als geeignet gelten. Welches und in welcher Dosierung, klärst du bitte mit deiner Ärztin, Hebamme oder in der Apotheke.

Softlaser als ergänzende Anwendung

Manche Mütter setzen die Low-Level-Lasertherapie begleitend ein. Wichtig: Bei Verdacht auf Mastitis steht die ärztliche Abklärung an erster Stelle – der BioLas® 6 ersetzt weder eine Untersuchung noch eine verordnete Behandlung, und ein Erfolg lässt sich nicht versprechen. Unsere Einordnung der Studienlage findest du unter Was sagt die Wissenschaft?. Sinnvoller ist der Einsatz meist vorbeugend bei wunden Brustwarzen, bevor daraus eine Eintrittspforte für Bakterien wird.

Wann zum Arzt?

Umgehend ärztliche Hilfe, wenn:

  • Fieber über 38,5 °C besteht
  • sich die Symptome innerhalb von 24 Stunden nicht bessern
  • eine weiche, prall gefüllte Stelle entsteht – Verdacht auf Abszess
  • eitrige Absonderungen aus der Brustwarze auftreten

Bei einer infektiösen Mastitis ist in der Regel eine antibiotische Behandlung nötig. Welches Präparat infrage kommt, entscheidet die ärztliche Praxis – stillverträgliche Optionen gibt es.

Wie kannst du vorbeugen?

  • Milchstau frühzeitig angehen, nicht tagelang abwarten
  • Wunde Brustwarzen zügig behandeln – der wichtigste Hebel ist die Anlegetechnik
  • Regelmäßig stillen und die Brust gut entleeren
  • Ausreichend Schlaf, wenig Stress – so gut es im Wochenbett eben geht

Fazit

Mastitis ist kein Grund, mit dem Stillen aufzuhören – im Gegenteil. Mit ärztlicher Behandlung, Ruhe und unterstützenden Maßnahmen klingen die meisten Fälle innerhalb weniger Tage ab.


Hinweis: Dieser Beitrag ersetzt keine ärztliche Beratung. Bei Verdacht auf eine Brustentzündung wende dich bitte zügig an deine Hebamme oder Ärztin.

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