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Softlaser-Wirkung: Was sagt die Wissenschaft?

Fachlich eingeordnet · Letzte Aktualisierung: Juli 2026

Die Low-Level-Lasertherapie (LLLT, auch Softlaser- oder Photobiomodulations-Therapie) wird im Wochenbett häufig zur Unterstützung bei wunden Brustwarzen, Milchstau und Geburtsverletzungen eingesetzt. Auf dieser Seite fassen wir die aktuelle Studienlage ehrlich zusammen – mit ihren Stärken und ihren Grenzen. Denn wir sind überzeugt: Eine informierte Entscheidung ist die beste Entscheidung.

Wie soll die Softlaser-Therapie wirken?

Beim Softlaser wird gebündeltes Licht im roten Bereich (typischerweise um 650–660 nm) auf die Haut gerichtet. Die gängige wissenschaftliche Hypothese: Die Lichtenergie wird von den Mitochondrien der Zellen aufgenommen und kann dort zelluläre Prozesse anregen. Es entsteht keine Wärme, kein Gewebe wird abgetragen. Diskutiert werden entzündungshemmende, durchblutungsfördernde und schmerzlindernde Effekte.

Wichtig zur Einordnung: Der genaue Wirkmechanismus bei wunden Brustwarzen ist wissenschaftlich noch nicht abschließend geklärt.

Was zeigen die Studien? (Pro)

  • Coca et al. (2016): Eine dreifach verblindete, randomisiert-kontrollierte Studie mit stillenden Frauen (Pain Management Nursing) fand nach mehreren Lasersitzungen eine stärkere Schmerzreduktion in der Laser-Gruppe als in der Kontrollgruppe.
  • Anwendungsbeobachtungen aus Kliniken berichten über Schmerzlinderung innerhalb weniger Behandlungstage – methodisch sind das jedoch keine kontrollierten Studien, sondern Praxisbeobachtungen mit geringerer Aussagekraft.

Was zeigen die Studien? (Kontra & Grenzen)

  • Weitere randomisierte Studien konnten keinen klaren Vorteil gegenüber einer Scheinbehandlung nachweisen – insbesondere bei einzelnen Anwendungen reduzierte sich der Schmerz in Laser- und Kontrollgruppe ähnlich stark. Ein Teil der Anwenderinnen berichtete ein leichtes Kribbeln oder Stechen.
  • Das unabhängige Portal Medizin-transparent (Cochrane Österreich) bewertete 2024 die verfügbaren Vergleichsstudien und kam zum Schluss, dass ein Nutzen bei wunden Brustwarzen derzeit nicht belegt ist.

Unsere ehrliche Einordnung

Die Datenlage ist gemischt: Es gibt Hinweise auf einen möglichen Nutzen, aber keinen eindeutigen Beleg. Konsistent zeigt sich in den Studien die gute Verträglichkeit – schwerwiegende Nebenwirkungen traten nicht auf; ein vorübergehendes Kribbeln ist möglich.

Deshalb verstehen wir den Softlaser als mögliche ergänzende Unterstützung – niemals als Ersatz für die Ursachenbehandlung. Die mit Abstand häufigste Ursache wunder Brustwarzen ist eine nicht optimale Anlegetechnik. Der erste und wichtigste Schritt ist daher immer die Begleitung durch eine Hebamme oder Stillberaterin (IBCLC).

Sicherheit & Kontraindikationen

  • Augen: Nicht in den Strahl blicken; die Augen des Babys während der Anwendung abdecken bzw. abwenden.
  • Nicht anwenden auf unklaren Hautveränderungen, Muttermalen oder Tumorregionen.
  • Bei Fieber, starker Rötung/Überwärmung der Brust oder Verdacht auf eine Brustentzündung (Mastitis) bitte ärztlich abklären lassen – hier kann eine medikamentöse Behandlung nötig sein.

Du möchtest die Softlaser-Therapie ergänzend ausprobieren? Hier findest du unseren BioLas® 6 Softlaser zur Miete ab 99 € – Hin- und Rückversand inklusive.


Hinweis: Diese Seite dient der allgemeinen Information und ersetzt keine individuelle Beratung. Bitte besprich die Anwendung mit deiner Hebamme, Stillberaterin oder Ärztin. Der BioLas® 6 ist ein Medizinprodukt; Anwendungshinweise des Herstellers beachten.

Quellen: Coca KP et al. (2016), Pain Management Nursing · Medizin-transparent.at, Bewertung 2024 · Cochrane Review, Dennis et al. (2014), „Interventions for treating painful nipples among breastfeeding women“.

Impressum

Angaben gemäß § 5 TMG:

Dr. Lukas Nattmann
Mamas Helfer
Sunderweg 86D
45472 Mülheim

Telefon: +49 (0)1575 1037794
E-Mail: info@mamashelfer.de
Website: www.mamashelfer.de

Umsatzsteuer-ID: DE123456789
gemäß §27a Umsatzsteuergesetz

Verantwortlich für den Inhalt nach § 55 Abs. 2 RStV:
Dr. Lukas Nattmann, Adresse wie oben

Plattform der EU-Kommission zur Online-Streitbeilegung:
https://ec.europa.eu/consumers/odr

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