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Kolostrum: Warum die Vormilch das „flüssige Gold“ der Stillzeit ist

In den ersten Tagen nach der Geburt bildet deine Brust Kolostrum – die erste, hochkonzentrierte Milchform. Sie sieht anders aus als reife Muttermilch, ist gelblich und zähflüssig, und sie kommt in winzigen Mengen. Genau so ist es richtig.

Was ist Kolostrum?

Die erste Milchform, die der Körper bereits während der Schwangerschaft vorbereitet und in den ersten Tagen nach der Geburt abgibt. Die Mengen sind klein – wenige Milliliter pro Mahlzeit – und damit perfekt auf den winzigen Magen eines Neugeborenen abgestimmt.

Was steckt in Kolostrum?

  • Sekretorisches IgA – schützt die Schleimhäute
  • Leukozyten – lebende Immunzellen
  • Laktoferrin – hemmt das Wachstum von Bakterien und Pilzen
  • Wachstumsfaktoren – unterstützen die Reifung des Darms

Was leistet Kolostrum für das Neugeborene?

Es unterstützt den Infektionsschutz in den ersten Lebenstagen, fördert die Darmbewegung und hilft so beim Ausscheiden des ersten Stuhls (Mekonium) – was wiederum einer Neugeborenengelbsucht entgegenwirkt.

Wie du die Kolostrumbildung unterstützt

  • Früh anlegen – idealerweise in der ersten Stunde nach der Geburt, siehe Erstes Stillen
  • Häufig anlegen: acht bis zwölf Mal in 24 Stunden
  • Viel Haut-zu-Haut-Kontakt
  • Auf gutes Anlegen achten – mehr in Richtig anlegen beim Stillen

Lass dich nicht von der kleinen Menge verunsichern: Ein paar Milliliter sind in den ersten Tagen völlig ausreichend. Wie es danach weitergeht, beschreibt Milcheinschuss.

Wenn die ersten Tage schwierig sind

Manchmal werden die Brustwarzen schon in den ersten Tagen wund. Sprich das direkt bei der nächsten Hebammenvisite an – meist liegt es an der Anlegetechnik, und je früher das korrigiert wird, desto besser. Ursachen und Behandlung findest du in Wunde Brustwarzen beim Stillen; ergänzend lässt sich der BioLas® 6 Softlaser einsetzen.

Fazit

Kolostrum ist hochspezialisiert und genau auf die Bedürfnisse des Neugeborenen zugeschnitten. Die ersten Stilltage sind wertvoll – auch und gerade, wenn die Mengen noch winzig wirken.


Hinweis: Dieser Beitrag ersetzt keine individuelle Beratung. Bei Fragen zum Stillstart wende dich an deine Hebamme oder Stillberaterin.

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