Tipps für das erste Stillen
Feb 06, 2024
Das erste Anlegen nach der Geburt ist ein besonderer Moment – und oft auch der schwierigste. Hier bekommst du die wichtigsten Tipps für einen guten Start.
So früh wie möglich anlegen
Idealerweise innerhalb der ersten Stunde nach der Geburt. In dieser Zeit ist das Baby besonders wach und der Saugreflex stark. Die erste Milch – das Kolostrum – ist besonders wertvoll für dein Baby.
Hautkontakt von Anfang an
Leg dein nacktes Baby auf deine nackte Brust. Der Hautkontakt beruhigt, stabilisiert Temperatur und Herzschlag und fördert den Stillbeginn.
Die richtige Anlegetechnik von Anfang an
Das Wichtigste: Das Baby soll nicht nur die Brustwarze, sondern einen großen Teil des Warzenhofs in den Mund nehmen. Ausführlich erklärt in Richtig anlegen beim Stillen.
Häufig anlegen
In den ersten Tagen mindestens acht bis zwölf Mal in 24 Stunden. Dein Baby hat einen winzigen Magen und braucht häufige, kleine Mahlzeiten – und dein Körper bekommt so das Signal, mehr Milch zu bilden.
Schmerzen sind kein Muss
Ein kurzer Ziehschmerz beim Anlegen ist normal. Anhaltende Schmerzen sind es nicht – sie sind ein Zeichen, dass etwas nicht stimmt. Häufig liegt es an der Anlegetechnik, manchmal an einem verkürzten Zungenband.
Werden die Brustwarzen wund, findest du unter Wunde Brustwarzen beim Stillen die Ursachen und Behandlungsmöglichkeiten.
Hilfe holen ist keine Schwäche
Eine Stillberaterin (IBCLC) kann in der Klinik oder zu Hause helfen. Je früher du Unterstützung holst, desto einfacher lösen sich Probleme.
Hinweis: Dieser Beitrag ersetzt keine individuelle Beratung. Bitte wende dich bei Stillproblemen an deine Hebamme oder Stillberaterin.