Mundsoor beim Baby erkennen: Ein Leitfaden für Eltern
Feb 17, 2024
Weiße Beläge im Mund deines Babys, die sich nicht wegwischen lassen? Das könnte Mundsoor sein – eine häufige Hefepilzinfektion bei Säuglingen. Hier erfährst du, wie du sie erkennst und was dann zu tun ist.
Was ist Mundsoor?
Mundsoor ist eine Infektion durch den Hefepilz Candida albicans, der die Mundschleimhaut des Babys besiedelt. Bei Säuglingen kommt das häufig vor, da ihr Immunsystem noch nicht voll ausgereift ist.
Wie erkennst du Mundsoor?
- Weiße, leicht erhabene Beläge auf Zunge, Wangenschleimhaut oder Gaumen
- Die Beläge lassen sich nicht oder nur schwer abwischen – anders als Milchreste
- Darunter zeigt sich oft gereizte, gerötete Schleimhaut
- Das Baby wirkt beim Trinken unruhig oder gereizt
Mundsoor und Stillen: eine Wechselwirkung
Mundsoor beim Baby geht häufig mit Soor an den Brustwarzen der Mutter einher – die Infektion kann zwischen beiden hin- und herwandern. Mehr dazu in Soor beim Stillen.
Was tun bei Mundsoor?
- Kinderärztin oder Kinderarzt aufsuchen: Mundsoor wird mit einem Antimykotikum behandelt, das ärztlich verordnet wird
- Beide behandeln: Wenn du stillst, sollten deine Brustwarzen parallel mitbehandelt werden – sonst steckt ihr euch gegenseitig wieder an
- Hygiene erhöhen: Sauger, Schnuller und Flaschenteile täglich auskochen, Hände häufig waschen
- Geduld haben: Die Behandlung dauert meist ein bis zwei Wochen und sollte auch nach dem Abklingen der Beläge zu Ende geführt werden
Wenn deine Brustwarzen durch Soor leiden
Soor an den Brustwarzen kann brennende Schmerzen auslösen, die auch zwischen den Mahlzeiten anhalten. Die Basis bleibt die antimykotische Behandlung – ergänzende Anwendungen ersetzen sie nicht.
Wann zum Arzt?
Bei jedem Verdacht auf Mundsoor. Eine Selbstbehandlung ohne ärztlich verordnetes Mittel reicht nicht aus – und die Diagnose ist nicht immer eindeutig.
Fazit
Mundsoor ist unangenehm, aber gut behandelbar. Frühes Erkennen und die konsequente Behandlung von Mutter und Kind führen meist innerhalb von zwei Wochen zum Ziel.
Hinweis: Dieser Beitrag ersetzt keine ärztliche Beratung. Bei Verdacht auf Mundsoor wende dich bitte an deine Kinderärztin oder deinen Kinderarzt.