Low-Level-Lasertherapie (LLLT) erklärt: Wirkung, Anwendung & warum sie stillenden Müttern hilft
Jan 30, 2024
Low-Level-Lasertherapie (LLLT): Was steckt hinter der sanften Laserbehandlung?
Die Low-Level-Lasertherapie – kurz LLLT – ist in der Medizin längst kein Nischenthema mehr. Von der Sportmedizin bis zur Dermatologie, von der Wundversorgung bis zur Zahnmedizin: Softlaser werden weltweit klinisch eingesetzt. In diesem Artikel erklären wir, wie LLLT funktioniert, welche physiologischen Effekte sie auslöst – und warum sie für stillende Mütter so relevant ist.
Was ist LLLT – und was unterscheidet sie von anderen Laserarten?
Laser sind nicht gleich Laser. In der Chirurgie werden Hochleistungslaser eingesetzt, die Gewebe schneiden oder vaporisieren – durch extreme Hitze. Die Low-Level-Lasertherapie (auch: Kaltlasertherapie, Softlasertherapie, Photobiomodulation) arbeitet dagegen mit sehr niedrigen Energiemengen im Milliwattbereich.
Das Ergebnis: Das Gewebe wird nicht erhitzt oder geschädigt. Stattdessen löst das Licht auf zellulärer Ebene biochemische Reaktionen aus, die den Körper bei seiner natürlichen Heilung unterstützen.
Wie funktioniert die Low-Level-Lasertherapie?
Der Softlaser emittiert Licht in einem bestimmten Wellenlängenbereich – beim BioLas® 6 sind es ca. 650 nm (sichtbares rotes Licht). Dieses Licht dringt in die Haut und das darunterliegende Gewebe ein.
Dort wird es von einem Enzym in den Mitochondrien – den Kraftwerken der Zellen – absorbiert. Konkret handelt es sich um die Cytochrom-c-Oxidase. Diese Absorption löst eine Kaskade positiver Effekte aus:
- Erhöhte Produktion von Adenosintriphosphat (ATP) – der universellen Energiequelle der Zelle
- Verbesserter Zellstoffwechsel und beschleunigte Zellteilung
- Reduzierte Ausschüttung von Entzündungsmediatoren
- Verbesserter Blutfluss durch Vasodilatation (Gefäßerweiterung)
- Anregung der Kollagenproduktion für bessere Wundheilung
Anwendungsbereiche der LLLT
Schmerzlinderung
LLLT ist eine der am besten belegten nicht-medikamentösen Schmerztherapien. Sie wird eingesetzt bei Arthrose, Rückenschmerzen, Sportverletzungen, Nervenschmerzen – und bei wunden Brustwarzen stillender Mütter.
Wundheilung und Gewebereparatur
In der Dermatologie beschleunigt LLLT die Heilung von Wunden, Narben und Hautläsionen. Besonders relevant für: wunde Brustwarzen, Dämmrisse, Episiotomie-Narben, Kaiserschnittwunden.
Entzündungshemmung
Durch die Modulation des Immunsystems kann LLLT Entzündungsreaktionen dämpfen – ohne die natürliche Immunantwort zu unterdrücken. Das macht sie zur wertvollen Ergänzung bei Milchstau oder Mastitis.
Akupunktur-Punktstimulation
LLLT kann klassische Akupunkturnadeln ersetzen, indem Akupunkturpunkte mit Laserlicht stimuliert werden. Besonders geeignet für Personen mit Nadelangst.
Ist LLLT sicher?
Ja – bei korrekter Anwendung ist LLLT eine der sichersten medizinischen Therapieformen. Es gibt:
- Keine thermischen Schäden (kein Wärmeeffekt)
- Keine ionisierende Strahlung (kein Strahlenrisiko wie bei Röntgen)
- Keine bekannten Nebenwirkungen bei Mutter oder Baby
- Keine Gegenindikationen für die Stillzeit (Augenschutz ist – außer dem natürlichen Schließreflex – nicht notwendig)
LLLT zu Hause: Der BioLas® 6
Was früher nur in Physiotherapiepraxen oder medizinischen Einrichtungen möglich war, steht mit dem BioLas® 6 jetzt auch für den Heimgebrauch zur Verfügung – als Leihgerät, günstig und ohne Vorerfahrung.