Softlaser kaufen oder mieten? Ehrlicher Kostenvergleich für die Stillzeit
Jul 16, 2026
Lesezeit ca. 6 Minuten
Du überlegst, einen Softlaser für die Stillzeit anzuschaffen – und fragst dich, ob sich der Kauf lohnt oder ob Mieten die klügere Wahl ist? Hier findest du einen ehrlichen Kostenvergleich aller drei Optionen: Kauf, Miete und Behandlung bei der Hebamme.
Option 1: Softlaser kaufen
Softlaser in medizinischer Qualität kosten in der Anschaffung in der Regel mehrere hundert Euro. Dazu kommt: Die intensive Anwendungsphase in der Stillzeit ist meist auf wenige Wochen begrenzt – typischerweise die Zeit, in der wunde Brustwarzen, ein Milchstau oder eine frische Narbe abheilen.
Kauf lohnt sich am ehesten, wenn:
- du das Gerät über die Stillzeit hinaus regelmäßig nutzen möchtest,
- mehrere Kinder geplant sind und du das Gerät wiederverwenden willst,
- du es mit anderen teilen kannst (z. B. im Familien- oder Freundeskreis).
Worauf du beim Kauf achten solltest: Sehr günstige Laser-Pens aus dem Ausland sind oft keine geprüften Geräte – Wellenlänge und Ausgangsleistung sind häufig nicht verlässlich angegeben. Und ein Punkt, den kaum jemand prüft: Ob ein Gerät als Medizinprodukt oder als Wellnessprodukt in Verkehr gebracht wurde, steht nicht im Werbetext, sondern in der Konformitätserklärung des Herstellers. Frag im Zweifel danach.
Option 2: Softlaser mieten
Beim Mieten zahlst du nur für den Zeitraum, in dem du das Gerät wirklich brauchst. Übliche Modelle am Markt reichen von einer Woche bis zu vier Wochen, teils auch mit Tagespreisen. Achte darauf, ob Hin- und Rückversand enthalten sind und ob die Leihzeit mit der Bestellung oder erst mit der Zustellung beginnt – bei kurzen Mietzeiten macht das einen spürbaren Unterschied.
Insgesamt liegt die Miete deutlich unter den Anschaffungskosten eines vergleichbaren Neugeräts – und du hast keine Kapitalbindung für ein Gerät, das nach der Stillzeit möglicherweise ungenutzt in der Schublade liegt.
Mieten lohnt sich am ehesten, wenn:
- du die Anwendung erst einmal ausprobieren möchtest,
- der Bedarf zeitlich begrenzt ist (akute Stillbeschwerden, Wochenbett),
- du ein geprüftes Gerät nutzen willst, ohne mehrere hundert Euro zu investieren.
Die Details zu Ablauf und Mietdauer stehen unter Softlaser mieten: Kosten, Ablauf & Mietdauer.
Option 3: Laserbehandlung bei der Hebamme
Viele Hebammen und Stillberaterinnen bieten die Laserbehandlung in ihrer Praxis oder im Rahmen der Wochenbettbetreuung an. Der große Vorteil: Du bekommst die Anwendung mit fachlicher Begleitung – inklusive Blick auf die Ursache (z. B. Anlegetechnik). Je nach Region und Umfang kann die Laseranwendung eine Zusatzleistung sein; frage am besten direkt bei deiner Hebamme nach, was über die Kasse läuft und was privat abgerechnet wird.
Die Heimanwendung per Mietgerät ist dazu kein Widerspruch, sondern eine Ergänzung: Gerade bei mehrmals täglicher Anwendung ist der Weg in die Praxis oft nicht praktikabel.
Der ehrliche Hinweis zur Wirkung
Bevor du Geld ausgibst – egal ob für Kauf oder Miete: Die Studienlage zur Softlaser-Therapie bei Stillbeschwerden ist gemischt. Es gibt Hinweise auf eine mögliche Schmerzlinderung, aber keinen eindeutigen Wirkbeleg; gut belegt ist die Verträglichkeit. Unsere ausführliche Einordnung findest du auf der Seite „Softlaser-Wirkung: Was sagt die Wissenschaft?“. Und: Die häufigste Ursache wunder Brustwarzen ist die Anlegetechnik – deren Korrektur mit Hebamme oder Stillberaterin bleibt der wichtigste Schritt.
Fazit: Entscheidungshilfe in 3 Fragen
- Brauchst du das Gerät länger als ein paar Wochen? Nein → Miete. Ja, über Jahre → Kauf prüfen.
- Möchtest du erst testen, ob dir die Anwendung überhaupt hilft? Ja → eine kurze Mietdauer als risikoarmer Einstieg.
- Wünschst du dir fachliche Begleitung? Ja → Hebamme fragen – und die Heimanwendung bei Bedarf ergänzen.
Hinweis: Dieser Beitrag ersetzt keine individuelle Beratung. Bei anhaltenden oder starken Beschwerden wende dich bitte an deine Hebamme, eine Stillberaterin (IBCLC) oder deine Ärztin.