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Richtig Anlegen beim Stillen: Technik, Positionen & Brustwarzenpflege

Richtig Anlegen beim Stillen: Technik, Positionen & Brustwarzenpflege

Richtig Anlegen beim Stillen: So vermeidest du Brustwarzenschmerzen von Anfang an

Die Anlegetechnik ist der wichtigste Faktor für eine schmerzfreie Stillzeit. Die gute Nachricht: Eine gute Technik ist erlernbar – auch wenn es in den ersten Tagen etwas Übung braucht. In diesem Artikel zeigen wir dir, worauf es beim Anlegen ankommt, welche Positionen sich bewährt haben, und was du tun kannst, wenn die Brustwarzen trotzdem wund werden.

Warum ist die Anlegetechnik so entscheidend?

Wenn dein Baby nur an der Brustwarzenspitze saugt statt am gesamten Warzenhof, entsteht ein starker Reibungs- und Saugdruck auf eine sehr kleine Fläche. Das führt innerhalb kürzester Zeit zu Rissen, Wunden und Schmerzen.

Korrektes Anlegen bedeutet: Das Baby nimmt die Brustwarze UND einen großen Teil des Warzenhofs in den Mund. Der Saugdruck verteilt sich dann gleichmäßig – die Brustwarze bleibt geschützt.

Schritt-für-Schritt: So legst du dein Baby richtig an

  1. Komfortable Position finden: Setz oder leg dich so, dass du entspannt bist – Schultern locker, kein Buckel
  2. Baby richtig halten: Bauch des Babys zu deinem Bauch, Ohr, Schulter und Hüfte bilden eine gerade Linie
  3. Nase auf Höhe der Brustwarze: Der Mund soll von unten an die Brust herangeführt werden, nicht gerade von vorne
  4. Mund weit öffnen lassen: Warte auf den Moment, wo das Baby den Mund weit aufsperrt – wie ein Gähnen
  5. Schnell ansetzen: In diesem Moment das Baby zur Brust führen (nicht die Brust zum Baby)
  6. Auf korrekten Sitz überprüfen: Lippen sollen nach außen gestülpt sein, Kinn berührt die Brust, Nase ist frei

Die wichtigsten Stillpositionen

1. Wiegehaltung

Die klassische Position: Baby liegt auf dem Arm, Kopf in deiner Armbeuge. Geeignet für ältere Babys, die schon etwas Kopfkontrolle haben.

2. Umgekehrte Wiegehaltung

Du hältst den Kopf des Babys mit der gegenüberliegenden Hand. Ermöglicht mehr Kontrolle über den Kopf – ideal für Neugeborene und bei Anlegeproblemen.

3. Fußballhaltung (Football Hold)

Das Baby liegt seitlich unter deinem Arm wie ein Football. Besonders praktisch nach einem Kaiserschnitt (kein Druck auf die Narbe) oder bei großen Brüsten.

4. Liegeposition

Mutter und Baby liegen nebeneinander auf der Seite. Ideal für müde Nächte, nach einem Kaiserschnitt oder bei einem starken Milcheinschuss.

Anzeichen für eine falsche Anlegetechnik

  • Schmerzen während des gesamten Stillvorgangs (kurzer Ziehschmerz zu Beginn ist normal)
  • Brustwarze hat nach dem Stillen eine ungewohnte Form (abgeflacht, abgeknickt)
  • Baby macht schluckende Geräusche oder schluckt Luft hörbar
  • Baby ist nach dem Stillen unzufrieden oder nimmt nicht zu

Was tun, wenn die Brustwarzen trotzdem wund werden?

Auch bei guter Technik können die Brustwarzen in den ersten Wochen wund werden – einfach weil die Haut an diese Belastung nicht gewöhnt ist. Folgende Maßnahmen helfen:

  • Muttermilch nach dem Stillen auftragen und trocknen lassen
  • Lanolin-Salbe zum Schutz der Haut
  • Stilldonuts gegen Reibung durch Kleidung
  • Softlaser-Therapie: Der BioLas® 6 beschleunigt die Wundheilung gezielt durch Low-Level-Lasertherapie – schmerzfrei, ohne Nebenwirkungen, von zu Hause aus

Wann eine Stillberaterin aufsuchen?

Wenn trotz angepasster Technik weiterhin starke Schmerzen bestehen, ist eine professionelle Stillberaterin (IBCLC) die beste Anlaufstelle. Sie kann vor Ort beurteilen, ob ein Zungenbändchen beim Baby oder andere anatomische Faktoren das Anlegen erschweren.

Fazit

Eine gute Anlegetechnik ist das Fundament einer gesunden Stillzeit. Mit Übung, Geduld und bei Bedarf professioneller Unterstützung lässt sich das Stillen für die meisten Mütter zur angenehmen Routine machen – und wenn die Brustwarzen trotzdem mal leiden, hilft der BioLas® 6 Softlaser schnell und sicher weiter.

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