Warum schreit mein Baby nach dem Stillen?
Jan 31, 2024
Dein Baby hat gerade getrunken – und schreit trotzdem? Das ist verunsichernd, hat aber meistens eine harmlose Erklärung. Hier sind die häufigsten Ursachen und was du tun kannst.
Häufige Ursachen
- Luft im Bauch: Beim Trinken schlucken Babys Luft. Nach der Mahlzeit aufstoßen lassen hilft
- Noch hungrig: Besonders in Wachstumsphasen reicht eine Portion manchmal nicht – einfach nochmals anlegen
- Zu starker Milchspendereflex: Die Milch schießt zu schnell, das Baby verschluckt sich und ist danach unruhig
- Blähungen oder Koliken: Der Bauch ist hart, das Baby zieht die Beine an
- Schmerzen beim Saugen: Ein verkürztes Zungenband kann das Saugen erschweren und das Baby frustrieren
- Überstimulation: Das Baby ist müde oder überreizt und braucht Ruhe, keine Nahrung
Starker Milchspendereflex: Was hilft?
- Vor dem Anlegen etwas Milch ausdrücken, bis der erste Schwall nachlässt
- Eine zurückgelehnte Stillposition, bei der das Baby oben auf der Brust liegt – die Schwerkraft bremst den Fluss
- Stillen in ruhiger, reizarmer Umgebung
Weitere Positionen findest du in Richtig anlegen beim Stillen.
Blähungen und Koliken
Sanfte Bauchmassage im Uhrzeigersinn, Wärme auf dem Bauch, Fliegergriff – klassische Maßnahmen, die vielen Babys helfen. Bei anhaltenden, heftigen Schreiattacken gehört das Baby kinderärztlich untersucht.
Wenn die Brustwarzen dabei leiden
Babys, die unruhig saugen oder sich wiederholt an- und ablegen, belasten die Brustwarzen stark. Entstehen dabei Wunden, findest du Ursachen und Behandlung in Wunde Brustwarzen beim Stillen.
Wann zum Arzt?
- Das Baby nimmt nicht zu oder verliert Gewicht
- Fieber
- Das Schreien hört nicht auf und das Baby ist nicht tröstbar
- Das Baby trinkt deutlich weniger als sonst oder wirkt auffällig schlapp
Fazit
Schreien nach dem Stillen hat fast immer eine harmlose Erklärung. Mit etwas Beobachtung findest du meist schnell die Ursache – und falls nicht, hilft eine Stillberaterin weiter.
Hinweis: Dieser Beitrag ersetzt keine ärztliche Beratung. Bei anhaltenden Beschwerden wende dich an deine Hebamme, Stillberaterin oder Kinderärztin.